Amnesty International für Legalisierung der Prostitution

Was ist bloß in Amnesty International gefahren, dachten sich viele, als die Organisation vor wenigen Tagen verkündete, dass sie sich künftig für eine Legalisierung der Prostitution weltweit ausspricht. Die Unterstützer kritisierten auf das heftigste die Entscheidung und drohten sogar mit Spendenentzug. Dabei ist der Schritt in diese Richtung gar nicht einmal falsch. Sicherlich sind die Vorstellungen von Amnesty International in diesem Umfang weltweit kaum durchsetzbar. Doch es ist ein Anfang. Deutschland dient bei diesem Gedankenspiel als Vorbild für die Legalisierung der Prostitution.

Über 2 Jahre wurden vor allem Betroffene aus der Prostitution befragt. Erst auf dieser Grundlage kam die Organisation zu ihrem neuen Grundsatz, sich künftig für eine Legalisierung der Prostitution einsetzen zu wollen. Während Frauenrechtlerinnen, die in ihrem Leben noch nie Kontakt zu einer Prostituierten hatten, diesen Schritt stark kritisieren.

Amnesty International oft in der Kritik

Die Organisation gilt schon seit langem als aufgebläht und als ein Relikt aus der alten Zeit. Ehemals war sie politisch neutral. Mittlerweile lassen sich aber immer wieder politische Abfärbungen erkennen. Provokationen stehen im Vordergrund der Organisation. So wird es wohl auch bei der Forderung sein, das die Prostitution weltweit legalisiert werden sollte. Protest bringt Aufmerksamkeit. Und genau das hat die in die Jahre gekommene Organisation dringend nötig. Dennoch zeigt sich nach der Ankündigung für einen Kampf um die weltweite Legalisierung, das übliche Bild. In die Industrieländer gehen vor allem Frauenrechtlerinnen auf die Palme und sprechen sich gegen das Vorhaben aus. Ganz vorne spielt die Schauspielerin Emma Thompson eine zentrale Figur in der Frauenbewegung, die sich mit vielen anderen Persönlichkeiten aus der Showbranche direkt gegen dieses Vorhaben ausspricht. Das Bild lässt sich immer wieder erkennen.

Emma steht auf Protest

Es sind meistens Frauen, wie Emma Thompson , die fest im Leben stehen und die Prostitution nur aus dem Fernsehen kennen. Ohne überhaupt die Lage der Prostituierten zu kennen oder sich in direkter Form mit der Branche vertraut gemacht zu haben, äußert sie Kritik. Kritik, die auch von vielen anderen Damen aus dem feministischen Lager kommt. Selbst anerkannte Persönlichkeiten wie Meryl Streep und Kate Winslet springen auf den Zug auf. Alle verfügen über ein gut gefülltes Bankkonto und ein Leben in der Oberklasse. Es sind Frauen, die Nutten und Zuhälter nur aus den Medien kennen oder wenn ihre Ehemänner fremdgegangen sind. Keiner von ihnen hat jedoch einen wirklichen Bezug zu diesen Frauen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass sich keine der Feministinnen auch nur ansatzweise vorstellen könnte, dass jemand gerne in der Prostitution arbeitet.

Warum hängen sich Frauenrechtlerin soweit aus dem Fenster

Feministen wollten ehemals erreichen, dass Frauen ihren Weg eigenständig gehen können. Egal in welche Richtung. Die Legalisierung der Prostitution im Jahre 2002 war ein Schritt in diese Richtung. Seit dem können Frauen sich frei ohne Zuhälter und Zwang für einen Job in der Prostitution entscheiden. Sie bieten ihre Leistungen in allen Bereich der käuflichen Liebe ohne Angst an und arbeiten häufig als eine Art selbstständige Unternehmerin. Doch nun kommen erneut die Feministinnen und wollen diesen Weg abschneiden, indem sie per Se sagen, dass käuflicher Sex verderblich ist und die Frau abwerten würde. Kontakte zum Gewerbe bestehen nicht. Entschieden wird häufig an großen Tischen, völlig abseits der eigentlichen Realität. Da fragen wir uns ganz klar, was sind das für egoistische Frauenrechtlerinnen, die anderen Frauen die freie Berufsausübung in diesem Bereich verbieten wollen?

Wir arbeiten gerne

Die Damen vom Escort und aus anderen Bereichen der Prostitution machen ihren Job gerne. Sie sind sogar teilweise stolz darauf. In Deutschland und vielen anderen Ländern hat sich das Umfeld mit der (teilweisen) Legalisierung verändert und das Leben im Job ist heute wie in jedem anderen Beruf auch. Warum werden genau diese Damen nicht angehört? Warum schreiben die Medien nicht ebenso über diese Frauen? Es zeigt sich immer mehr, dass die Medien zu diesem Thema verbohrt sind. Wir leben in einer modernen Gesellschaft, in denen Sex nichts Verbotenes mehr ist, das hinter verschlossenen Türen besprochen wird. Doch für einige Frauen geht genau das zu weit.

Kann Amnesty International den Druck standhalten

Amnesty International ist mittlerweile eine große Organisation, die sich auch immer wieder dem politischen Druck beugen musste. Dass nun in Dublin bei einer Mitgliederversammlung die „Grundsatzentscheidung für eine Legalisierung einzutreten“ gefallen ist, überrascht sehr. Wenngleich es uns sicherlich erfreut. Es ist ein Schritt, in die richtige Richtung. Dennoch bleibt die Frage, wie lang die Organisation dem Druck standhalten kann. Denn sie ist wie viele andere, heute stärker denn je vom politischen Wohlwollen und von den Spenden abhängig. Letztere könnten darunter stark leiden. Es wird also abzuwarten bleiben, ob und wann AI zurückrudern wird.

Medien berichten sehr unterschiedlich

Die einzelnen Berichtserstattungen in den Medien geben ein verzerrtes Bild von der neuen Beschlussfassung. So wird immer wieder auch davon gesprochen, dass AI ebenfalls plane, die Zuhälter zu schützen. AI machte aber klar, dass es nur um die Prosituierten gehe. Zuhälter würde die Organisation weiterhin verurteilen und ablehnen.