Prostitution erst ab 21 Jahren in Deutschland

Ein neuer Gesetzesentwurf wird derzeit heiß diskutiert. Geplant ist, dass die Prostitution generell erst ab 21 Jahren möglich ist. Dabei ist allerdings dieses Alter schon lange maßgebend. Zwar können sich Frauen und Männer bereits dem Gesetz nach ab 18 Jahren für die Prostitution entscheiden. Der Gesetzgeber hat aber, was häufig in Vergessenheit geraten ist, Zusätze eingefügt. Demnach ist die legale und sichere Prostitution bereits seit vielen Jahrzehnten in Deutschland eigentlich erst ab 21 Jahren möglich. Das ist übrigens auch ein Grund, warum viele Agenturen und auch Bordelle sicherheitshalber Frauen erst ab 21 Jahren suchen. Darunter kann es schnell zu heiklen Verwicklungen führen, die in einem Strafprozess münden. Geht eine 19-jährige Dame der Prostitution in einem Bordell oder auch zum Beispiel bei einer Escort Agentur nach, können die Betreiber unter Umständen wegen Menschenhandels (§ 232 StGB) angeklagt werden. Die Voraussetzungen dafür sind zwar wässerig formuliert, reichen aber im Idealfall immer für eine strafrechtliche Verfolgung. Davon kann unter Umständen auch der Kunde betroffen sein. Frauen und Männer im Alter zwischen 18 – 21 Jahren genießen eine besondere Schutzwürdigkeit. Der Strafbestandteil ist bereits dann erfüllt, wenn jemand freiwillig zur Prostitution gebracht wird. Dabei kann die erstmalige Aufnahme einer Escort Tätigkeit oder das erstmalige Arbeiten in einem Club vollkommen ausreichen, um den Strafbestand zu würdigen. Die Betonung liegt auf „erstmalig“. Hat die unter 21-Jahren befindliche Dame bislang noch keine Erfahrungen mit der Prostitution machen können und ist die Bewerbung im Club oder der Agentur der erste Kontakt, ist der Strafbestandteil bereits erfüllt. Das gilt auch für Kunden, die einer jungen Frau in diesem Alter erstmalig Geld für Sex anbieten. Ob die Dame nachher auf da Angebot freiwillig eingeht, spielt absolut keine Rolle. Sobald sie mit einer Gegenleistung gelockt wird, und die Person noch keine Erfahrung in diesem Bereich hat, kann es brenzlig werden. Ausnahmen gelten nur dann, wenn es der ausdrückliche Wunsch der Dame war.- Aber auch nur dann, wenn dafür keine Anreize (Geld, etc.) geschaffen wurden.

Prostitution ab 21 Jahren wünschenswert

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Unter den obigen Gesichtspunkten ist eine Anhebung des Alters auf 21 Jahren nur eine logische Konsequenz und begrüßenswert. Für Betreiber aber auch Kunden bietet eine eindeutige gesetzliche Regelung mehr Rechtssicherheit. Dennoch löst es keinesfalls die anderen Probleme, die teilweise durch den Gesetzgeber erst geschaffen wurden. Immer mehr Auflagen müssen die Frauen erfüllen, die zugleich steuerlich ungerecht behandelt werden. Die Folge: Die deutschen Frauen ziehen sich zurück, da ihnen kaum Möglichkeiten gelassen werden, steuerlich fair behandelt zu werden. Dafür kommt es zu einem Ansturm von Frauen aus Rumänien und Bulgarien, die für Geld alles machen. Und immer öfters einfach auf das Kondom verzichten. Das jedoch ist vor allem aus steuerlichen Gesichtspunkten ein Versagen des Staates. Dabei gäbe es so einfache Ansatzpunkte, um die Prostitution in geordneten Reihen zu vollziehen, ohne das deutsche Frauen ständig Probleme mit dem Finanzamt haben.

Vorschläge gibt es genug

Steuer und Geschäft unter einen Hut zu bekommen, ließe sich mit nur wenigen Punkten ohne großen organisatorischen Aufwand realisieren. So könnten die Damen zum Beispiel anonym ein Wochenticket für um die 200 Euro (oder ein Monatsticket für um die 400 – 800 Euro) an der Tankstelle, am Kiosk oder direkt im Internet erwerben. Damit würden gleichfalls die Rechte der Frauen gestärkt. Eine pauschale Steuer würde das ganze Chaos, was bislang von Bundesland zu Bundesland anders gehandhabt wird, einfach gesteuert werden. Die Verwaltungskosten für ein solches Ticket sind gering und belasten kaum. In das Ticket wird zum Nachweis einfach ein Lichtbild eingeklebt oder wie es bei Bahn- und Bustickets aus dem Internet üblich ist, eine direkte Kopplung mit dem Pass hergestellt. Passnummer und andere Daten werden also einfach auf dem Ticket mit ausgedruckt. Wobei die erste Version an der Tankstelle mit Passfoto mit Sicherheit die einfachste Version ist. Bei Kontrollen müssten die Frauen lediglich dieses Ticket vorzeigen können. Kann der Nachweis nicht vorgezeigt werden, würde eine entsprechende Strafgebühr erhoben. So, wie wir es auch im normalen Steuerstrafverfahren bereits kennen. Verstöße von Ausländerinnen könnten zudem einfach über die neue Polizeisoftware erfasst werden, auf die alle EU-Staaten schon seit Jahren Zugriff haben und auch Personen aus anderen EU-Staaten einfach abfragen können.

Eigentlich könnte Prostitution so einfach und fair für alle Seiten abgewickelt werden. Zugleich würden die Rechte der Frauen damit deutlich gestärkt werden. Es macht aber eher den Eindruck, dass die Politik sogar nicht daran interessiert ist und die Damen erneut in die Kriminalität treiben möchte.

21 auch heißes Thema bei Callgirls

Die meisten Callgirl Agenturen werben klar damit, dass die Damen bereits 21 Jahre alt sind. Im Club oder in einem Bordell sind solche Äußerungen kaum zu erkennen. Der Grund ist einfach. Die Agenturen legen das Geschäft meistens auf Dauer aus und wollen sich Ärger mit den Behörden ersparen. Ein 18-jähriges Girl darf zwar offiziell als Prostituierte arbeiten. Wurde sie aber von einer Agentur direkt angeworben, kann das rein rechtlich heikel sein und wie bereits oben beschrieben auch eine strafrechtliche Untersuchung mit sich führen. Dieses Problem kennen die meisten Callgirl Agenturen nur zu gut. Um sich gar nicht erst in Verlegenheit zu bringen, werden zumeist nur Damen ab 21 Jahren gesucht.

Gesetz ist nicht eindeutig

Der Gesetzgeber ist hier sehr schwammig. Die Auslegung zwischen 18 – 21 Jahren sind schwierig. Für die meisten Bordell ist das kein Problem, das hier ein Kommen und Gehen ist. Auch bei den Betreibern. Bei einem Escort Service hingegen ist da im Wesentlichen anders. Die Frauen bleiben länger. Praktisch kann jede Lady in einem Alter zwischen 18 – 21 Jahren zu einem Problem werden: Das gilt auch für Männer, die zum Beispiel einer volljährigen Frau unter 21 Jahren auf Facebook eindeutige Angebote machen. Auch hier kann es strafrechtlich zu Konsequenzen kommen.